Robert van Oz at Consortium - The Talk
Es war der 26. Oktober 2008, an dem Robert van Oz ein zweistündiges Konzert in den Räumlichkeiten des Consortiums in Hamburg Harburg gab. An diesem Tag wurde auch ein Video mitgeschnitten, in dem sich van Oz mit dem Bookingchef Sebastian Klupp und dem Publikum eine Weile über seine Musik unterhielt. Leider musste das Video vom YouTube-Kanal gelöscht werden, doch eure fuchsige Lula hat mal wieder an alles gedacht und eine schriftliche Version des Gesprächs vorbereitet oder eher nachbereitet.
Damit wünschen wir euch viel Spaß!
S: Robert, wie alt bist du? 
 R: 19.
S: 19 Jahre alt!
Wie kommst du auf diese Musik? Deine Musik ist vollkommen geschlossen und harmonisch mit mittelalterlichen Abwandlungen und orientalischen Passagen. Was erwartet jetzt die Allgemeinheit für eine Musik von einem 19-jährigen und wie vereinbarst du das mit der Musik, die die Allgemeinheit macht?
 
 R: Vereinbaren lässt sich das ganz gut, denn ich sehe keinen Grund mich von dem, was jetzt vielleicht Mainstream ist und was in den Charts läuft beinflussen zu lassen oder das zu befolgen, was mir die Allgemeinheit vorschreibt. Ich spiele da, was mich glücklich macht, unabhängig davon, ob es der Allgemeinheit wohl genügt oder nicht.
S: Da ist eine tiefe Emotion in deiner Musik. Warum ist sie so dunkel und traurig? 
 R: Ich möchte mit meiner Musik auch zum Nachdenken anregen. Ich bin mir schon bewusst, dass es keine "leichte Kost" ist. Ich kann aber nicht so viel dazu sagen, weil ich zu wenig Abstand von habe. Ich bin eher subjektiv, weil ich das ja auch geschrieben habe. Also kann ich dem nichts Schlechtes abgewinnen, sonst würde ich es ja nicht spielen. Manchmal ist das Klavierspiel wie ein Ventil für mich, um Frust oder Stress loszuwerden.
Frau: Spielen kannst du wunderbar, die hellen Töne sind wunderschön, aber es ist so schwer und dunkel! 
 Barkeeperin: Es macht nachdenklich, aber schön nachdenklich.
S: Ich finde du hast eine sehr virtuose Spieltechnik und dein Gesang, möcht ich sagen, ist etwas ganz Neues - für mich zumindest. Ich finde es höchst professionell. Du bist nun zum ersten Mal im Consortium auf der Bühne. Wir haben sonst immer nur Jazz oder Swing auf der Bühne, ich möchte aber jetzt sonntags auch so "Schätzchen" wie dich auf der Bühne präsentieren. Und es ist heute das erste Mal, dass wir so etwas wagen und möchte mich ganz herzlich bei dir bedanken. Ich wünsche dir alles Gute auf deinem Weg. 
 R: Vielen, vielen Dank! Ich möchte mich auch recht herzlich beim Consortium bedanken!
Website Consortium

Kontakt Sebastian Klupp

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